Nur der Freude folgen?

NUR DER FREUDE FOLGEN?

 

Da gibt es diese Frage, die ich in den letzten Tagen in mir bewege, da geht es um Entscheidungen, es geht um meinen weiteren Weg. Und ich frage mich, inwieweit "der Freude zu folgen" das einzige Barometer für Stimmigkeit dahingehend ist, wenn wir unserer Bestimmung folgen wollen - was immer das ist.


Ich glaube schon, dass die Freude das absolut grundlegende Barometer ist. Aber - braucht es vielleicht noch mehr? Braucht es etwas, aufgrend dessen ich weiter gehende Entscheidungen treffe, um meine Energien zu bündeln?
Oder bin ich einfach noch nicht tief genug getaucht?

 

Also es ist bei mir so: es gibt viele Dinge, die mir Spaß machen. Es gibt ganz unterschiedliche Bereiche, welche zwar miteinander verknüpft sind - aber jedes für sich viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht, um es wirklich "gut" zu machen. Und damit meine ich keinen Perfektionsanspruch im Sinne meines Inneren Kritikers , sondern ich meine, dass ich in gewisse Tätigkeiten meine Zeit und Energie investiere, damit es "rund" wird.
Musikmachen ist so ein Ding. Wenn ich es "richtig" machen will, braucht es meine volle Konzentration darauf.

 

Es gibt hier also verschiedene Optionen, die ich auswählen kann. Tja, und was bestimmt darüber, wo ich mich entlang bewege?
Der KERN aller Tätigkeiten ist Freude.
Doch braucht es, wie mir scheint, noch eine Art STRATEGISCHE ENTSCHEIDUNG, um Energien zu bündeln.

 

Die Strategie ist bei mir nichts, was aus dem Ego kommen soll. Es geht um eine "höhere" Strategie, die der Frage folgt:
WAS WIRD HIER VON MIR AM MEISTEN GEBRAUCHT?
Was von meinen Talenten möchte ich in einen Dienst stellen?
Was brauchen die Menschen um mich herum JETZT am ehesten?
Ich sag mal so: wenn in der Nachbarschaft ein Haus brennt, macht es Sinn, den Brand erstmal löschen zu helfen, bevor ich mich wieder ans Klavier setze.

 

So, und der interessante Knackpunkt ist für mich: wenn ich mir diese Frage an der falschen Stelle stelle , kann ich schnell in ein Helfersyndrom rutschen.
Ich muss so weit mit meiner Freude und meinem Wesenskern in Übereinstimmung sein, dass ich mir diese weitergehende Frage stellen kann, um mich zu positionieren. Nicht in einem reinen Marketing-Sinne, sondern im Sinne der Frage:
WO BIN ICH JETZT AM MEISTEN WIRKSAM?

 

Was denkt ihr darüber? Was sind eure Erfahrungen?
Nur der Freude folgen?
Oder Entscheidungen in Verbindung mit dem "Feld" um dich herum treffen?

Wenn du magst, schreibe mir zu dem Thema, ich würde mich freuen!

 

Photo by Tim Mossholder on Unsplash